Geschichte der Etrusker in der Toskana


Die Etrusker, die das Gebiet der heutigen Toskana zwischen den Jahren 800 und 100 vor Christus besiedelten, sind die ältesten bekannten Bewohner des Gebietes.

Ihr Herrschaftsgebiet, Etrurien genannt, erstreckte sich neben der Toskana auch über Umbrien im Süden sowie im Osten über Latium.

Einen einheitlichen Staat wiesen die Etrusker nie auf, sie waren viel mehr ein Bund von Städte, die vor allem durch Religion und Kultur geeint wurden.

Jede einzelnen Stadt wurde von einem eigenen Herrscher regiert.
Die Zentren etruskischer Kultur und Wirtschaft befanden sich teilweise im Gebiet der heutigen Toskana.

Auf der Insel Elba war die Verhüttung von Eisenerz ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig, denn die Herstellung von Werkzeugen aus Eisen ermöglichte im ganzen etruskischen Gebiet eine effektivere Landwirtschaft (die Etrusker hatten die höchsten Erträge der ganzen antiken Welt) und begünstigte auch andere Wirtschaftszweige.

Die Etrusker erlangten damit hohen Wohlstand.

Der Niedergang der Etrusker begann wahrscheinlich mit der Vertreibung aus der Stadt Rom, welche auch zu ihrem Gebiet gehörte. Darauf folgte im Jahre 474 vor Christus eine Niederlage in einer Seeschlacht gegen die Griechen, welche die Etrusker ihre Seehoheit kostete. Auch militärische Niederlagen gegen die Samniten schwächten die Etrusker.

An dem Jahre 396 vor Christus begann die Eroberung durch die Römer, welche von Süden her eine Stadt nach der anderen einnahmen. Die nördlichen Städte der Toskana schlossen daraufhin Bündnisse mit Rom, welche jedoch im Laufe der Zeit auch zu einer Eingliederung in das römische Imperium führten.

Im Jahre 90 vor Christus bekam die letzte etruskische Stadt das römische Bürgerrecht, womit die Etrusker komplett im römischen Reich aufgegangen waren.








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